Tag 2 ohne Gras: Die Symptome beginnen
Entzugssymptome machen sich bemerkbar
CB1-Rezeptor-Erholung
4%
Dopamin-System-Erholung
5%
Die THC-Spiegel sinken. Immer mehr CB1-Rezeptoren sind unbesetzt, was die ersten echten Entzugssignale auslöst. Dein Gehirn tritt in eine aktive Neukalibrierung ein.
Tag 2 ist der Punkt, an dem der Entzug real wird. Das THC in deinem Blut sinkt, und dein Gehirn reagiert. Du hast letzte Nacht wahrscheinlich schlecht geschlafen und bist gereizter aufgewacht als gestern. Diese Steigerung ist normal — und sie wird noch ein paar Tage anhalten, bevor sie ihren Höhepunkt erreicht.
Was in deinem Gehirn passiert
Da das zirkulierende THC unter die Schwelle fällt, an die deine CB1-Rezeptoren gewöhnt sind, setzt die Entzugskaskade richtig ein. Deine Amygdala wird hyperaktiv (mehr Angst, mehr Reizbarkeit). Dein Hypothalamus verliert seine THC-unterstützte Kalibrierung (Schlafstörungen, Temperaturinstabilität). Die Cortisolproduktion steigt an.
Möglicherweise hast du deinen ersten Nachtschweiß erlebt. Das ist dein autonomes Nervensystem, das ohne Endocannabinoid-Input Schwierigkeiten hat, die Temperatur zu regulieren.
Was du wahrscheinlich fühlst
- Zunehmendes Verlangen — Häufiger und intensiver als gestern. Dein Gehirn signalisiert jetzt deutlich, dass etwas “nicht stimmt” (sprich: die THC-Zufuhr wurde gekappt).
- Reizbarkeit und Unruhe — Du kannst nicht stillsitzen. Alles nervt. Vielleicht ertappst du dich dabei, Leute anzufahren, die es nicht verdient haben.
- Schlechter Schlaf — Letzte Nacht war wahrscheinlich hart. Heute Nacht wird es ähnlich sein. Das ist die schwierigste Schlafphase.
- Nachtschweiß — Falls er noch nicht eingesetzt hat, wird er wahrscheinlich heute Nacht kommen.
- Angst — Wachsend. Das GABA/Glutamat-Gleichgewicht verschiebt sich in Richtung Übererregbarkeit.
Dein Aktionsplan für Tag 2
1. Denk dran: Das ist der Anstieg, nicht der Höhepunkt
Tag 2 fühlt sich schlimmer an als Tag 1, und die Tage 3–5 werden sich schlimmer anfühlen als heute. Die Kurve zu kennen hilft dir, dich vorzubereiten statt in Panik zu geraten. Der Höhepunkt kommt — und sobald du ihn überschritten hast, beginnen die Symptome sich zu bessern.
2. Trainiere intensiv
Heute ist ein guter Tag für ein hartes Workout. Du hast überschüssige Nervenenergie (durch die Glutamat-Hochregulierung) und dein Körper produziert extra Cortisol. Arbeite es ab. Laufen, Radfahren, Krafttraining, Schwimmen — alles, was dich körperlich müde macht, hilft sowohl bei der Stimmung als auch beim Schlaf heute Nacht.
3. Bleib beschäftigt
Leerlauf ist Verlangenszeit. Fülle deinen Abend mit Aktivitäten, die deine Hände und deinen Geist beschäftigen: Kochen, Putzen, Zocken, einen Freund anrufen, etwas sortieren. Das Ziel ist, bis zur Schlafenszeit zu kommen, ohne eine Lücke zu lassen, in der das Verlangen dominieren kann.
4. Bereite dich auf Nachtschweiß vor
Lege deine Bettwäsche in Schichten, halte den Raum kühl und hab Wechselkleidung griffbereit. Vorbereitet zu sein reduziert die Störung, wenn (nicht falls) du durchnässt aufwachst. Lies unseren Nachtschweiß-Ratgeber.
Du hast Tag 1 geschafft. Jetzt baust du Schwung auf. Jede Stunde ohne Cannabis ist eine weitere Stimme für deine neue Identität.

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